Der Heilige Koran und der Status der Frau
Houston Smith sagt in seinem Buch Die Religionen der Welt: „Wenn wir uns den historischen Status der arabischen Frau anschauen und ihn in der Zeit vor und nach dem Propheten Mohammad vergleichen, wäre es vollkommen falsch zu behaupten, dass der Islam die Frau degradiere. Angesichts der damals herrschenden Verhältnisse, in denen allein die Geburt einer Tochter als Unglück betrachtet wurde, haben die Reformen des Korans durch das Verbieten der Kindestötung den Status der Frau unschätzbar verbessert. 1
Historiker berichten über die zum Offenbarungszeitpunkt des Korans allgemein übliche Praxis, weibliche Neugeborene kurz nach ihrer Geburt lebendig zu begraben. Männer und Frauen bedauerten die Geburt eines Mädchens. Wie dem auch sei, der Koran sagt, dass es böse sei sich der Geburt einer Tochter zu schämen oder sie zu töten (16: 57-59). Der Koran spricht sich wiederholt gegen diese Praxis aus, sagt, dass die Folgen bestehen bleiben und jeder, der dies tue, werde dafür zahlen müssen. Jene haben den Schaden, die in Torheit und in Unverstand ihre Kinder töten. (6:140).
قد خسر الذين قتلوا أولادهم سفها بغير علم.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Verbot der Kindestötung, die erste Gesetzesänderung dieser Art zum Schutz der Rechte der Frau war.
Houston Smith erklärt weiter, „der Islam verlangte, dass alle Töchter als Bürgerinnen ein Recht auf Bildung, Wahlen und eine Berufsausübung haben der Koran lässt die Möglichkeit der vollkommenen Gleichberechtigung der Frau mit dem Mann offen, eine Gleichberechtigung, der man sich nähert, je moderner die Bräuche muslimischer Staaten werden."
Der Koran spricht wiederholt von den Muslimun und Muslimat, Mu’minun und Mu’minat, die „muslimischen Männer und Frauen", die „gläubigen Männer und Frauen". Für beide Geschlechter gelten dieselben Vorschriften. 2
إن المسلمين و المسلمات و المؤمنين و المؤمنات و القانتين و القانتات و الصادقين و الصادقات و الصابرين و الصابرات و الخاشعين و الخاشعات و المتصدقين و المتصدقات و الصائمين و الصائمات و الحافظين فروجهم و الحافظات و الذاكرين الله كثيرا و الذاكرات أعدّ الله لهم مغفرة و أجرا عظيما.
Was muslimische Männer und Frauen sind, - Männer und Frauen, die gläubig, die demütig ergeben, die wahrhaftig, die geduldig und bescheiden sind, die Almosen geben, die fasten, die darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, und die unablässig Allahs gedenken, - für sie hat Allah Vergebung und gewaltigen Lohn bereit.
(33:35)
Immer wieder macht der Koran klar, dass das Geschlecht nichts mit dem spirituellen Status eines Menschen zu tun hat. Dieser ist durch den individuellen Glauben und das Verhalten bestimmt.
من عمل صالحا من ذكر أو أنثى و هو مؤمن فلنحيينّه حياة طيبة و لنجزينهم أجرهم بأحسن ما كانوا يعملون.
Dem, der recht handelt - ob Mann oder Frau - und gläubig ist, werden Wir gewiss ein gutes Leben gewähren; und Wir werden gewiss solchen (Leuten) ihren Lohn nach den besten ihrer Taten bemessen.
(16:97)
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1. Huston Smith, World’s Religions, Harper San Francisco, 1986, p.166
2. Ibid., p.166

Der Heilige Koran
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